30 Mai

Klimaschutz und Torf

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Auch im Garten an Klimaschutz denken. Besonders im Frühling sind sie in Gartencentern, Baumärkten und Supermärkten allgegenwärtig: Die bunten Säcke mit den phantasievollen Namen: Blumenerde, Geranienerde, Aussaaterde, Rosenerde, usw., usw. Sogar Graberde gibt es abgepackt im bunten Sack.

Sehr viele der abgepackten Erden werden hergestellt aus Torf und das ist richtig schädlich für unser Klima, auch wenn man Blumenerde und Klima nicht auf den ersten Blick in Verbindung bringt.

Torf ist ein Naturprodukt, das über wirklich sehr lange Zeiträume auf Moorflächen entsteht. Moore sind sehr feuchte Standorte. Durch diese Feuchtigkeit können Pflanzen, die dort gewachsen sind, nicht vollständig verrotten, sondern werden zu Torf. Dadurch wächst das Moor von Jahr zu Jahr ein klein bisschen, allerdings so wenig, dass man es kaum merken kann. Moore, die wir heuten sehen, sind uralt. 

Pflanzen binden außerdem klimaschädliches Kohlendioxid. Erst wenn die Pflanzen vollständig verrottet sind, wird dieses Kohlendioxid wieder an die Atmosphäre abgegeben.

Solange der Torf an seinem natürlichen Standort Moor verbleibt, ist das enthaltene Kohlendioxid gebunden. Wenn der Torf abgebaut wird und als Blumen- oder Gartenerde verwendet wird, setzt die Verrottung ein und das Kohlendioxid entweicht in die Atmosphäre. 

Torf wird heute zu den fossilen Rohstoffen gezählt und besonders im privaten Bereich ist es wirklich leicht, auf Alternativen auszuweichen: Es sind mittlerweile torffreie Blumenerden im Handel, die genauso geeignet sind. Man muss nur die angebotenen Säcke umdrehen und das berühmte Kleingedruckte lesen. Dort sind alle enthaltenen Rohstoffe genau aufgelistet.